Allgemeine Reisebedingungen (ARB 1992) der My Experience GmbH

Anpassung an die Novelle zum Konsumentenschutzgesetz BGBl. 247/93 und an das Gewähr- leistungsrechts-Änderungsgesetz, BGBI. I Nr. 48/2001

Gemeinsam beraten im Konsumentenpolitischen Beirat des Bundesministers für Gesundheit, Sport und Konsumentenschutz in Entsprechung des § 73 Abs. 1 GewO 1994 und des § 8 der Verordnung des Bundesministers für wirtschaftliche Angelegenheiten in der Fassung 1994 über die Ausübungsvorschriften für das Reisebürogewerbe (nunmehr § 6, gem. BGBl. II Nr. 401/98). Das Reisebüro kann als Vermittler (Abschnitt A) und/oder als Veranstalter (Abschnitt B) auftreten. Der Vermittler übernimmt die Verpflichtung, sich um die Besorgung einesAnspruchs auf Leistungen anderer (Veranstalter, Transportunternehmen, Hote- lier usw.) zu bemühen. Veranstalter ist das Unternehmen, das entweder meh- rere touristische Leistungen zu einem Pauschalpreis anbietet (Pauschalreise/ Reiseveranstaltung) oder einzelne touristische Leistungen als Eigenleistungen zu erbringen verspricht und dazu im allgemeinen eigene Prospekte, Ausschrei- bungen usw. zur Verfügung stellt. Ein Unternehmen, das als Reiseveranstalter auftritt, kann auch als Vermittler tätig werden, wenn Fremdleistungen vermitteltwerden (z. B. fakultativer Ausflug am Urlaubsort), sofern es auf diese Vermitt- lerfunktion hinweist. Die nachstehenden Bedingungen stellen jenen Vertrags- textdar,zudemüblicherweiseReisebürosalsVermittler(AbschnittA)oderals Veranstalter (Abschnitt B) mit ihren Kunden/Reisenden (Anm.: im Sinne des KSchG) Verträge abschließen.

Die besonderen Bedingungen

  • der vermittelten Reiseveranstalter,
  • der vermittelten Transportunternehmungen (z.B. Bahn, Bus, Flugzeug u.Schiff) und
  • der anderen vermittelten Leistungsträger gehen vor.
  1. DAS REISEBÜRO ALS VERMITTLER
    Die nachstehenden Bedingungen sind Grundlagen des Vertrages Geschäftsbe- sorgungsvertrag), den Kunden mit einem Vermittler schließen.
  2. Buchung/Vertragsabschluss
    Die Buchung kann schriftlich oder (fern)mündlich erfolgen. (Fern)mündliche Bu- chungen sollten vom Reisebüro umgehend schriftlich bestätigt werden. Reise- büros sollen Buchungsscheine verwenden, die alle wesentlichen Angaben über die Bestellung des Kunden unter Hinweis auf die der Buchung zugrundeliegende Reiseausschreibung (Katalog, Prospekt usw.) aufweisen. Der Vermittler hat im Hinblick auf seine eigene Leistung und auf die von ihm vermittelte Leistung des Veranstalters entsprechend § 6 der Ausübungsvorschriften für das Reisebüro- gewerbe auf die gegenständlichen ALLGEMEINEN REISEBEDINGUNGEN hinzu- weisen, auf davon abweichende Reisebedingungen nachweislich aufmerksam zu machen und sie in diesem Fall vor Vertragsabschluß auszuhändigen.Soweit Leistungen ausländischer Unternehmer (Leistungsträger, Reiseveranstalter) vermittelt werden, kann auch ausländisches Recht zur Anwendung gelangen. Derjenige, der für sich oder für Dritte eine Buchung vornimmt, gilt damit als Auf-traggeber und übernimmt mangels anderweitiger Erklärung die Verpflichtungenaus der Auftragserteilung gegenüber dem Reisebüro (Zahlungen, Rücktritt vom Vertrag usw.). Bei der Buchung kann das Reisebüro eine Bearbeitungsgebühr und eine (Mindest) Anzahlung verlangen. Die Restzahlung sowie der Ersatz von Barauslagen (Telefonspesen, Fernschreibkosten usw.) sind beim Aushändigen der Reisedokumente (dazu gehören nicht Personaldokumente) des jeweiligen Veranstalters oder Leistungsträgers beim Reisebüro fällig. Reiseunternehmun-gen, die Buchungen entgegennehmen, sind verpflichtet, dem Reisenden beioder unverzüglich nach Vertragsabschluß eine Bestätigung über den Reisever- trag (Reisebestätigung) zu übermitteln.
  3. Informationen und sonstige Nebenleistungen

2.1. Informationen über Pass-, Visa-, Devisen-, Zoll- und gesundheits- polizeiliche Vorschriften
Als bekannt wird vorausgesetzt, dass für Reisen ins Ausland in der Regel ein gültiger Reisepass erforderlich ist. Das Reisebüro hat den Kunden über die je- weiligen darüber hinausgehenden ausländischen Pass-, Visa- und gesundheits- polizeilichen Einreisevorschriften sowie auf Anfrage über Devisen- und Zoll- vorschriften zu informieren, soweit diese in Österreich in Erfahrung gebracht werden können. Im übrigen ist der Kunde für die Einhaltung dieser Vorschriften selbst verantwortlich. Nach Möglichkeit übernimmt das Reisebüro gegen Entgelt die Besorgung eines allenfalls erforderlichen Visums. Auf Anfrage erteilt das ReisebüronachMöglichkeitAuskunftüberbesondereVorschriftenfürAusländer, Staatenlose sowie Inhaber von Doppelstaatsbürgerschaften.
2.2. Informationen über die Reiseleistung
Das Reisebüro ist verpflichtet, die zu vermittelnde Leistung des Reiseveranstal- ters oder Leistungsträgers unter Bedachtnahme auf die Besonderheiten des je- weils vermittelten Vertrages und auf die Gegebenheiten des jeweiligen Ziel-lan- des bzw. Zielortes nach bestem Wissen darzustellen.
3. Rechtsstellung und Haftung
Die Haftung des Reisebüros erstreckt sich auf

  • die sorgfältige Auswahl des jeweiligen Veranstalters bzw. Leistungsträgers
    • sowie die sorgfältige Auswertung von gewonnenen Erfahrungen;
  • die einwandfreie Besorgung von Leistungen einschließlich einer entspre-
    • chenden Information des Kunden und Ausfolgung der Reisedokumente;
  • die nachweisliche Weiterleitung von Anzeigen, Willenserklärungen und Zahlungen zwischen Kunden und vermitteltem Unternehmen und umge- kehrt (wie z. B. von Änderungen der vereinbarten Leistung und des verein-

barten Preises, Rücktrittserklärungen, Reklamationen).
Das Reisebüro haftet nicht für die Erbringung der von ihm vermittelten bzw. besorgten Leistung. Das Reiseunternehmen hat dem Kunden mit der Reisebe- stätigung den Firmenwortlaut (Produktname), die Anschrift des Reiseveranstal- ters und gegebenenfalls eines Versicherers unter einem bekanntzugeben, sofern sich diese Angaben nicht schon im Prospekt, Katalog oder sonstigen detailliertenWerbeunterlagen finden. Unterlässt es dies, so haftet es dem Kunden als Veran- stalter bzw. Leistungsträger.
4. Leistungsstörungen
Verletzt das Reisebüro die ihm aus dem Vertragsverhältnis obliegenden Pflichten, so ist es dem Kunden zum Ersatz des daraus entstandenen Schadens ver-pflichtet, wenn es nicht beweist, dass ihm weder Vorsatz noch grobe Fahrlässig- keit zur Last fallen. Für Vertragsverletzungen auf Grund minderen Verschuldens ist das Reisebüro dem Kunden zum Ersatz eines daraus entstandenen Schadensbis zur Höhe der Provision des vermittelten Geschäftes verpflichtet.

  1. DAS REISEBÜRO ALS VERANSTALTER

Die nachstehenden Bedingungen sind Grundlagen des Vertrages – in der Folge Reisevertrag genannt -, den Buchende mit einem Veranstalter entweder direkt oder unter Inanspruchnahme eines Vermittlers schließen. Für den Fall des Di-rektabschlusses treffen den Veranstalter die Vermittlerpflichten sinngemäß. DerVeranstalter anerkennt grundsätzlich die gegenständlichen ALLGEMEINEN REI- SEBEDINGUNGEN, Abweichungen sind in allen seinen detaillierten Werbeunter- lagen gemäß §6 der Ausübungsvorschriften ersichtlich gemacht.

  1. Buchung/Vertragsabschluß

Der Reisevertrag kommt zwischen dem Buchenden und dem Veranstalter dann zustande, wenn Übereinstimmung über die wesentlichen Vertragsbestandteile(Preis,LeistungundTermin)besteht.DadurchergebensichRechteundPflichtenfür den Kunden.

  1. Wechsel in der Person des Reiseteilnehmers

Ein Wechsel in der Person des Reisenden ist dann möglich, wenn die Ersatzper- son alle Bedingungen für die Teilnahme erfüllt und kann auf zwei Arten erfolgen.2.1. Abtretung des Anspruchs auf Reiseleistung
Die Verpflichtungen des Buchenden aus dem Reisevertrag bleiben aufrecht,wenn er alle oder einzelne Ansprüche aus diesem Vertrag an einen Dritten ab- tritt. In diesem Fall trägt der Buchende die sich daraus ergebenden Mehrkosten.2.2. Übertragung der Reiseveranstaltung

Ist der Kunde gehindert, die Reiseveranstaltung anzutreten, so kann er das Vertragsverhältnis auf eine andere Person übertragen. Die Übertragung ist dem Veranstalter entweder direkt oder im Wege des Vermittlers binnen einer ange- messenen Frist vor dem Abreisetermin mitzuteilen. Der Reiseveranstalter kann eine konkrete Frist vorweg bekanntgeben. Der Überträger und der Erwerber haften für das noch unbeglichene Entgelt sowie gegebenenfalls für die durch die Übertragung entstandenen Mehrkosten zu ungeteilter Hand.

  1. Vertragsinhalt, Informationen und sonstige Nebenleistungen

Über die auch den Vermittler treffenden Informationspflichten (nämlich Informationen über Pass-, Visa-, Devisen, Zoll- und gesundheits- polizeiliche Einreisevorschriften) hinaus hat der Veranstalter in ausrei- chender Weise über die von ihm angebotene Leistung zu informieren. Die Leistungsbeschreibungen im zum Zeitpunkt der Buchung gültigen Ka- talog bzw. Prospekt sowie die weiteren darin enthaltenen Informationen sind Gegenstand des Reisevertrages, es sei denn, dass bei der Buchung anderslautende Vereinbarungen getroffen wurden. Es wird aberempfohlen, derartige Vereinbarungen unbedingt schriftlich festzuhalten.

  1. Reisen mit besonderen Risken

Bei Reisen mit besonderen Risken (z.B. Expeditionscharakter) haftet der Veranstalter nicht für die Folgen, die sich im Zuge des Eintrittes der Ris-ken ergeben,wenn dies außerhalb seines Pflichtenbereiches geschieht. Unberührt bleibt die Verpflichtung des Reiseveranstalters, die Reisesorgfältig vorzubereiten und die mit der Erbringung der einzelnen Reiseleis- tungen beauftragten Personen und Unternehmen sorgfältig auszuwählen.

  1. Rechtsgrundlagen bei Leistungsstörungen

5.1. Gewährleistung

Der Kunde hat bei nicht oder mangelhaft erbrachter Leistung einen Gewähr- leistungsanspruch. Der Kunde erklärt sich damit einverstanden, dass ihm der Veranstalter an Stelle seines Anspruches auf Wandlung oder Preisminderung in angemessener Frist eine mangelfreie Leistung erbringt oder die mangelhaf- te Leistung verbessert. Abhilfe kann in der Weise erfolgen, dass der Mangel behoben wird oder eine gleich- oder höherwertige Ersatzleistung, die auch dieausdrückliche Zustimmung des Kunden findet, erbracht wird.

5.2. Schadenersatz

Verletzen der Veranstalter oder seine Gehilfen schuldhaft die dem Veranstalteraus dem Vertragsverhältnis obliegenden Pflichten, so ist dieser dem Kunden zumErsatzdesdarausentstandenenSchadensverpflichtet.SoweitderReiseve- ranstalter für andere Personen als seine Angestellten einzustehen hat, haftet er – ausgenommen in Fällen eines Personenschadens – nur, wenn er nicht beweist,dass diese weder Vorsatz noch grobe Fahrlässigkeit treffen. Außer bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit trifft den Reiseveranstalter keine Haftung für Gegen- stände, die üblicherweise nicht mitgenommen werden, außer er hat diese in Kenntnis der Umstände in Verwahrung genommen. Es wird daher dem Kunden empfohlen, keine Gegenstände besonderen Werts mitzunehmen. Weiters wird empfohlen, die mitgenommenen Gegenstände ordnungsgemäß zu verwahren.

5.3. Mitteilung von Mängeln

Der Kunde hat jeden Mangel der Erfüllung des Vertrages, den er während der Reise feststellt, unverzüglich einem Repräsentanten des Veranstalters mitzutei- len. Dies setzt voraus, dass ihm ein solcher bekanntgegeben wurde und dieser an Ort und Stelle ohne nennenswerte Mühe erreichbar ist. Die Unterlassung die- ser Mitteilung ändert nichts an den unter 5.1. beschriebenen Gewährleistungs- ansprüchen des Kunden. Sie kann ihm aber als Mitverschulden angerechnet werden und insofern seine eventuellen Schadenersatzansprüche schmälern. Der Veranstalter muss den Kunden aber schriftlich entweder direkt oder im Wege des Vermittlers auf diese Mitteilungspflicht hingewiesen haben. Ebenso muss der Kunde gleichzeitig darüber aufgeklärt worden sein, dass eine Unterlassung der Mitteilung seine Gewährleistungsansprüche nicht berührt, sie allerdings als Mitverschulden angerechnet werden kann. Gegebenenfalls empfiehlt es sich, in Ermangelung eines örtlichen Repräsentanten entweder den jeweiligen Leis- tungsträger (z. B. Hotel, Fluggesellschaft) oder direkt den Veranstalter über Mängel zu informieren und Abhilfe zu verlangen.

5.4. Haftungsrechtliche Sondergesetze

Der Veranstalter haftet bei Flugreisen unter anderem nach dem Warschauer Abkommen und seinem Zusatzabkommen, bei Bahn- und Busreisen nach demEisenbahn- und Kraftfahrzeughaftpflichtgesetz.

  1. Geltendmachung von allfälligen Ansprüchen

Um die Geltendmachung von Ansprüchen zu erleichtern, wird dem Kunden emp- fohlen, sich über die Nichterbringung oder mangelhafte Erbringung von Leistun- gen schriftliche Bestätigungen geben zu lassen bzw. Belege, Beweise, Zeugen zu sichern. Gewährleistungsansprüche von Verbrauchern können innerhalb von 2 Jahren geltend gemacht werden. Schadenersatzansprüche verjähren nach 3Jahren. Es empfiehlt sich im Interesse des Reisenden, Ansprüche unverzüglichnachRückkehr von der Reise direkt beim Veranstalter oder im Wege des vermit- telnden Reisebüros geltend zu machen, da mit zunehmender Verzögerung mit Beweisschwierigkeiten zu rechnen ist.

  1. Rücktritt vom Vertrag
    7.1. Rücktritt des Kunden vor Antritt der Reise
    a) Rücktritt ohne Stornogebühr
    Abgesehen von den gesetzlich eingeräumten Rücktrittsrechten kann der Kunde, ohne dass der Veranstalter gegen ihn Ansprüche hat, in folgenden, vor Beginn der Leistung eintretenden Fällen zurücktreten: Wenn wesentliche Bestandteile des Vertrages, zu denen auch der Reisepreis zählt erheblich geändert werden. In jedem Fall ist die Vereitelung des bedungenen Zwecks bzw. Charakters der Reiseveranstaltung, sowie eine gemäß Abschnitt 8.1. vorgenommene Erhöhung des vereinbarten Reisepreises um mehr als 10 Prozent eine derartige Vertrags-änderung. Der Veranstalter ist verpflichtet, entweder direkt oder im Wege desvermittelnden Reisebüros dem Kunden die Vertragsänderung unverzüglich zu erklären und ihn dabei über die bestehende Wahlmöglichkeit entweder die Ver- tragsänderung zu akzeptieren oder vom Vertrag zurückzutreten, zu belehren; der Kunde hat sein Wahlrecht unverzüglich auszuüben. Sofern den Veranstalter ein Verschulden am Eintritt des den Kunden zum Rücktritt berechtigenden Er-eignisses trifft, ist der Veranstalter diesem gegenüber zum Schadenersatz ver-pflichtet.
    b) Anspruch auf Ersatzleistung
    Der Kunde kann, wenn er von den Rücktrittsmöglichkeiten laut lit. a nicht Ge- brauch macht und bei Stornierung des Reiseveranstalters ohne Verschulden des Kunden, an Stelle der Rückabwicklung des Vertrages dessen Erfüllung durch die Teilnahme an einer gleichwertigen anderen Reiseveranstaltung verlangen, sofern der Veranstalter zur Erbringung dieser Leistung in der Lage ist.
    Neben dem Anspruch auf ein Wahlrecht steht dem Kunden auch ein Anspruch auf Schadenersatz wegen Nichterfüllung des Vertrages zu, sofern nicht die Fälle des 7.2. zum Tragen kommen.
    Folgender Teil der ARB 1992 wird nicht anerkannt:
    c) Rücktritt mit Stornogebühr
    Die Stornogebühr steht in einem prozentuellen Verhältnis zum Reisepreis und richtet sich bezüglich der Höhe nach dem Zeitpunkt der Rücktrittserklärung und der jeweiligen Reiseart. Als Reisepreis bzw. Pauschalpreis ist der Gesamtpreis der vertraglich vereinbarten Leistung zu verstehen. Der Kunde ist in allen nicht unter lit. a genannten Fällen gegen Entrichtung einer Stornogebühr berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten. Im Falle der Unangemessenheit der Stornogebühr kann diese vom Gericht gemäßigt werden. Je nach Reiseart ergeben sich pro Person folgende Stornosätze:

Sonderflüge (Charter), Gruppen-IT (Gruppenpauschalreisen im Lini- enverkehr), Autobusgesellschaftsreisen (Mehrtagesfahrten)
bis 30. Tag vor Reiseantritt………………………………….10%
ab 29. bis 20. Tag vor Reiseantritt…………………………25%
ab 19. bis 10. Tag vor Reiseantritt…………………………50%

ab 9. bis 4. Tag vor Reiseantritt…………………………… 65%
ab dem 3. Tag (72 Stunden) vor Reiseantritt…………… 85%
des Reisepreises.

 

  1. Einzel-IT (individuelle Pauschalreisen im Linienverkehr), Bahngesell- schaftsreisen (ausgenommen Sonderzüge)
    bis 30. Tag vor Reiseantritt………………………………….10%
    ab 29. bis 20. Tag vor Reiseantritt…………………………15%
    ab 19. bis 10. Tag vor Reiseantritt…………………………20%
    ab 9. bis 4. Tag vor Reiseantritt…………………………… 30%
    ab dem 3. Tag (72 Stunden) vor Reiseantritt………….. 45%

des Reisepreises.

Für Hotelunterkünfte, Ferienwohnungen, Schiffsreisen, Bus-Eintagesfahrten, Sonderzüge und Linienflugreisen zu Sondertarifen gelten besondere Bedingun- gen. Diese sind im Detailprogramm anzuführen.
Rücktrittserklärung

Beim Rücktritt vom Vertrag ist zu beachten:

Der Kunde (Auftraggeber) kann jederzeit dem Reisebüro, bei dem 
die Reise gebucht wurde, mitteilen, dass er vom Vertrag zurücktritt. Bei einer Stornierung empfiehlt es sich, dies

  • mittels eingeschriebenen Briefes
  • oder persönlich mit gleichzeitiger schriftlicher Erklärung … zu tun.

Anstelle dieser Bestimmungen gilt folgende Regelung: c) Rücktritt mit Stornogebühr
bis 30. Tag vor Reiseantritt…………………………………. 20%

ab 29. bis 20. Tag vor Reiseantritt………………………… 25%

ab 19. bis 10. Tag vor Reiseantritt………………………… 50%

ab 9. bis 4. Tag vor Reiseantritt…………………………… 65%

ab dem 3. Tag (72 Stunden) vor Reiseantritt………….. 85%

des Reisepreises.

Zusätzlich wird die Bearbeitungsgebühr (€ 27,00) und die Prämie der bei Buchung ev. abgeschlossenen Zusatzversicherung (€ 49,00) verrechnet.

d) No-show

No-show liegt vor, wenn der Kunde der Abreise fernbleibt, weil es ihm am Rei- sewillen mangelt oder wenn er die Abreise wegen einer ihm unterlaufenen Fahr- lässigkeit oder wegen eines ihm widerfahrenen Zufalls versäumt.
Ist weiters klargestellt, dass der Kunde die verbleibende Reiseleistung nicht mehr in Anspruch nehmen kann oder will, hat er bei Reisearten laut lit. c 1.

(Sonderflüge, usw.) 85 Prozent, bei den Reisearten laut lit. c 2. (Einzel-IT, usw.)45 Prozent des Reisepreises zu bezahlen. Im Falle der Unangemessenheit der obengenannten Sätze können diese vom Gericht im Einzelfall gemäßigt werden.

7.2. Rücktritt des Veranstalters vor Antritt der Reise

a) Der Veranstalter wird von der Vertragserfüllung befreit, wenn eine in der Aus- schreibung von vornherein bestimmte Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht wird und dem Kunden die Stornierung innerhalb der in der Beschreibung der Reise- veranstaltung angegebenen oder folgenden Fristen schriftlich mitgeteilt wurde: • bis zum 20. Tag vor Reiseantritt bei Reisen von mehr als 6 Tagen,

bis zum 7. Tag vor Reiseantritt bei Reisen von 2 bis 6 Tagen,
bis 48 Stunden vor Reiseantritt bei Tagesfahrten.
Trifft den Veranstalter an der Nichterreichung der Mindestteilnehmerzahl einüber die leichte Fahrlässigkeit hinausgehendes Verschulden, kann der Kunde Schadenersatz verlangen; dieser ist mit der Höhe der Stornogebühr pauscha- liert. Die Geltendmachung eines diesen Betrag übersteigenden Schadens wird nicht ausgeschlossen.
b) Die Stornierung erfolgt auf Grund höherer Gewalt, d.h. auf Grund ungewöhn- licher und unvorhersehbarer Ereignisse, auf die derjenige, der sich auf höhereGewalt beruft, keinen Einfluss hat und deren Folgen trotz Anwendung der ge- botenen Sorgfalt nicht hätten vermieden werden können. Hiezu zählt jedoch nicht die Überbuchung, wohl aber staatliche Anordnungen, Streiks, Krieg oder kriegsähnliche Zustände, Epidemien, Naturkatastrophen usw.
c) In den Fällen a) und b) erhält der Kunde den eingezahlten Betrag zurück. Das Wahlrecht gemäß 7.1.b, 1. Absatz steht im zu.

7.3. Rücktritt des Veranstalters nach Antritt der Reise
Der Veranstalter wird von der Vertragserfüllung dann befreit, wenn der Kunde im Rahmen einer Gruppenreise die Durchführung der Reise durch grob ungebühr- liches Verhalten, ungeachtet einer Abmahnung, nachhaltig stört. In diesem Fallist der Kunde, sofern ihn ein Verschulden trifft, dem Veranstalter gegenüber zum Ersatz des Schadens verpflichtet.
8. Änderungen des Vertrages

8.1 Preisänderungen

Der Veranstalter behält sich vor, den mit der Buchung bestätigten Reisepreis aus Gründen, die nicht von seinem Willen abhängig sind, zu erhöhen, sofern der Reisetermin mehr als zwei Monate nach dem Vertragsabschluß liegt. Der- artige Gründe sind ausschließlich die Änderung der Beförderungskosten – etwader Treibstoffkosten – der Abgaben für bestimmte Leistungen, wie Landegebüh-ren, Ein- oder Ausschiffungsgebühren in Häfen und entsprechende Gebühren auf Flughäfen oder die für die betreffende Reiseveranstaltung anzuwendendenWechselkurse. Bei einer Preissenkung aus diesen Gründen ist diese an den Rei- senden weiterzugeben. Innerhalb der Zweimonatsfrist können Preiserhöhungen nur dann vorgenommen werden, wenn die Gründe hiefür bei der Buchung im einzelnen ausgehandelt und am Buchungsschein vermerkt wurden.
Ab dem 20. Tag vor dem Abreisetermin gibt es keine Preisänderung. Eine Prei- sänderung ist nur dann zulässig, wenn bei Vorliegen der vereinbartenVorausset- zungen auch eine genaue Angabe zur Berechnung des neuen Preises vorgese- hen ist. Dem Kunden sind Preisänderungen und deren Umstände unverzüglich zu erklären. Bei Änderungen des Reisepreises um mehr als 10 Prozent ist ein Rücktritt des Kunden vom Vertrag ohne Stornogebühr jedenfalls möglich (siehe Abschnitt 7.1.a.).

8.2. Leistungsänderungen bei Antritt der Reise

Bei Änderungen, die der Veranstalter zu vertreten hat, gelten jene Rege- lungen, wie sie in Abschnitt 5 (Rechtsgrundlagen bei Leistungsstörungen) dargestellt sind.
Ergibt sich nach der Abreise, dass ein erheblicher Teil der vertraglich ver- einbarten Leistungen nicht erbracht wird oder nicht erbracht werden kann, so hat der Veranstalter ohne zusätzliches Entgelt angemessene Vorkehrun-gen zu treffen, damit die Reiseveranstaltung weiter durchgeführt werden kann. Können solche Vorkehrungen nicht getroffen werden oder werden sievom Kunden aus triftigen Gründen nicht akzeptiert, so hat der Veranstalter ohne zusätzliches Entgelt gegebenenfalls für eine gleichwertige Möglichkeit zu sorgen, mit der der Kunde zum Ort der Abreise oder an einen anderen mit ihm vereinbarten Ort befördert wird. Im übrigen ist der Veranstalterverpflichtet, bei Nichterfüllung oder mangelhafter Erfüllung des Vertragesdem Kunden zur Überwindung von Schwierigkeiten nach Kräften Hilfe zu leisten.

9. Auskunftserteilung an Dritte

Auskünfte über die Namen der Reiseteilnehmer und die Aufenthaltsorte von Rei- senden werden an dritte Personen auch in dringenden Fällen nicht erteilt, es sei denn, der Reisende hat eine Auskunftserteilung ausdrücklich gewünscht. Die durch die Übermittlung dringender Nachrichten entstehenden Kosten gehen zu Lasten des Kunden. Es wird daher den Reiseteilnehmern empfohlen, ihren An- gehörigen die genaue Urlaubsanschrift bekanntzugeben.

10Allgemeines

Die unter B angeführten Abschnitte 7.1. lit. c, vormals lit.b (Rücktritt), 7.1. lit d, vormals lit. c (No-show) sowie 8.1. (Preisänderungen) sind als unverbindliche Verbandsempfehlung unter 1 Kt 718/91-3 und sind nunmehr als solche unter 25 Kt 793/96-3 im Kartellregister eingetragen.

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